Nachhaltiger Konsum: Kleidertauschpartys bei Green City e.V.

Foto: Franziska Weichselbaumer
Foto: Franziska Weichselbaumer

Schon auf der Straße kann man sie erkennen, die Kleidertauschparty-Besucher, an Rucksack oder prall gefüllter Tragetasche. Oben im 6. Stock, in der orange bar im Münchner Stadtteil Maxvorstadt, läuft Musik. Es ist eine angenehme Atmosphäre, in der die Besucher (vornehmlich Besucherinnen, aber Männer sind auch dabei!) an den verschiedenen Tischen stehen und Tops, Jacken, Hosen, Röcke etc. begutachten und in die mitgebrachten Taschen packen – einfach einpacken? Wie das hier funktioniert, ist tatsächlich ganz einfach: Als Besucher zahlt ihr 2 EUR, quasi als Betriebskosten und Aufwandsentschädigung. Ihr könnt eure eigene aussortierte Kleidung – natürlich sauber und in gutem Zustand – mitbringen und einfach bei eurer Ankunft auf die entsprechenden Tische legen. Ihr könnt aber auch ohne eigens mitgebrachte Kleidung kommen und euch eure „neuen“ Kleidungs- (und vielleicht potenziellen Lieblingsstücke) aussuchen und einpacken.

Foto: Franziska Weichselbaumer
Foto: Franziska Weichselbaumer

Dass das funktioniert, zeigt das gute Feedback an die Veranstalter – und die steigenden Besucherzahlen seit Beginn der Kleidertauschpartys im Jahr 2009: Bis zu 400 Teilnehmer pro Abend gibt es inzwischen immer mal wieder, so Lena Reitinger (Ansprechpartnerin Kleidertauschparty/ FÖJ bei Green City e.V.). Und es fällt auf, dass fast jede Altersgruppe vertreten ist:  Von den jungen Studentinnen bis zur unternehmungslustigen Rentnerin.  

Warum Kleidertausch Sinn macht, liegt auf der Hand:

  • Kleider tauschen statt neu kaufen spart Ressourcen (die weltweite Billig-Textilproduktion verursacht immense Umwelt- und Gesundheitsschäden; allein in München landen jährlich tausende Tonnen noch verwertbarer Altkleider und Textilien im Restmüll).
  • Kleidertauschpartys sind eine Alternative zum gewohnten Einkauf neuer Kleidung bzw. zum verbreiteten „Shoppen gehen“ – hier lässt sich auch das ein- oder andere ausgefallene Teil finden. Als Teilnehmer bekommt man ein Gefühl für den eigentlichen Wert der Kleidungsstücke, für die vorherrschende Wegwerfmentalität und für eigene Kaufgewohnheiten.
  • Kleider tauschen kostet (fast) nichts.
  • Was man selbst nicht trägt, findet einen neuen Besitzer; was auf den Kleidertauschpartys übrigbleibt, wird an erfahrene Organisationen zur sinnvollen Verwendung weitergegeben (in diesem Fall die diakonia).
  • Und nicht zuletzt ermöglichen die Kleidertauschpartys nette Begegnungen…

An eine solche Begegnung erinnert sich auch Lena Reitinger von Green City e.V.: Eine ältere Dame brachte den Parka aus ihrer Jugendzeit mit – und machte damit eine 20-Jährige glücklich, die das (wieder) „hippe“  Kleidungsstück prompt mit nach Hause nahm.

Nähere Informationen zu den Green City Kleidertauschpartys

Nach der Sommerpause: Am 11. Oktober 2016 steigt die nächste Kleidertauschparty bei Green City!


Weiterführende Links:

https://www.siegelklarheit.de/home

http://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/textilindustrie

https://www.awm-muenchen.de/privathaushalte/altkleider.html

http://diakonia.de

https://www.einewelthaus.de/das-haus/kleidertausch/

 

 

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