Nachhaltigkeit

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist so einleuchtend wie banal: Jedes Kind kann nachvollziehen, dass nicht mehr Holz verbraucht werden darf, als nachwachsen kann. Sonst ist der Wald weg.

Am Verständnis für das Nachhaltigkeitsprinzip kann es also nicht liegen, dass sich bis heute so wenig bewegt hat. Spätestens seit dem Brundtland-Bericht von 1987 („Unsere gemeinsame Zukunft“) und der großen Klima- und Umweltkonferenz von Rio 1992 kann es auch nicht mehr daran liegen, dass von der Nachhaltigkeitskrise niemand weiß. Warum verschärft sich die weltweite Nachhaltigkeits-, Gerechtigkeits- und Umweltkrise dennoch bis heute weiter?

Perspektivenwechsel für „klare Sicht“:

Mit Weitblick von Oben

Alexander Gerst, Geophysiker und Astronaut, war 2014 für mehrere Monate auf der ISS zu Gast: "die Erde ist viel kleiner als wir denken."
www.alexandergerst.esa.int

Ohnmächtig von "Unten" - die Kinderperspektive

Severn Suzuki (13 Jahre), vor den Konferenzteilnehmern in Rio 1992: "Das Mädchen, welches die Welt für 6 Minuten zum Schweigen brachte."
www.severncullissuzuki.com

Aus dem "Elfenbeinturm"

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, seit 2012 Co-Präsident des Club of Rome:
Ist ein "grüner" Kapitalismus möglich? Oder ist ein Systemwandel des Wirtschaftssystems notwendig, um zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise zu kommen? 
www.ernst.weizsaecker.de

Einige Fakten:

  • Das Klima erwärmt sich ungebremst und der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen nimmt weiter zu.[1]
  • Es gibt noch immer keine international verbindlichen Regeln, welche eine Profitmaximierung von Unternehmen auf Kosten von Umwelt und sozialen Standards begrenzen.
  • Die freiwilligen Verpflichtungen der Wirtschaft haben bisher nicht zu effektivem Klimaschutz und verantwortlichem Umgang mit Ressourcen geführt.
  • Die zahlreichen technologischen Innovationen im Sinne der sogenannten Green Economy konnten bislang zu wenig Fortschritte in Richtung einer Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch herbeiführen.
  • Einsparungen durch Effizienzgewinne werden häufig durch gesteigerte Nachfrage wieder zunichte gemacht (sogenannter Rebound Effekt).
  • Wir handeln im Alltag zu oft (wider besseres Wissen) nicht vernunftgemäß – unsere Wirtschafts- und Lebensweise ist nach wie vor zu verschwenderisch und nicht nachhaltig.
  • Die komplexen Zusammenhänge der globalen Nachhaltigkeitskrise führen dazu, dass wir uns (als WählerInnen, als KonsumentInnen, als MitgestalterInnen) oft genug in unseren Handlungs- und Einflussmöglichkeiten beschränkt fühlen.

[1] Siehe hierzu die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger des 5. Sachstandsberichts des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) 

Filme zur Nachhaltigkeitstransformation

Wir können etwas bewegen!

  • Für eine ökosoziale Transformation unseres Wirtschaftssystems
  • Für eine Beschleunigung der Energiewende
  • Für neue Mobilitätskonzepte
  • Für eine Verringerung unseres individuellen CO2-„Fußabdrucks“
  • Für alternative Arten des Konsums
  • Für neue Formen des Zusammenlebens und Wirtschaftens in städtischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen
  • Für mehr Einfluss auf Politik und Wirtschaft

YES2 macht Anlaufstellen zugänglich für Information und für individuelles Engagement.

YES2 unterstützt richtungsweisende Entwicklungen (Projekte, Initiativen, Events und Geschäftsideen), indem es diesen eine Bühne bietet: 


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