Vorsicht Rechtsruck!!!

Was uns der Nahostkonflikt in Sachen Rechtsruck lehren kann.

Angesichts der zunehmenden Gewalt in Deutschland, Europa und der Welt könnte sich der Rechtsruck in Deutschland weiter verstärken und beschleunigen, wenn nicht massiv gegengesteuert wird!

Diese bewegende Montagsdemo aus Leipzig trifft den Nerv der Zeit (s.u.)! Es ist sehr bewegend, wenn man sieht, was vor allem die junge Generation dieser Tage aufwühlt! Da ist viel Trauer, Verzweiflung und Wut über den Zustand der Welt. Die Menschen hier aus Leibzig zeigen, dass sie die Hoffnung auf eine friedlichere und gerechtere Welt nicht aufgegeben haben. Und sie bearbeiten ihre Ängste und Befürchtungen auf positive Weise. Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit müssen also nicht zwingend zu Angst, Intoleranz, Gewalt und rechtsradikaler Gesinnung führen. 

Was mir dieser Tage dennoch Angst macht ist, dass immer mehr Menschen nicht den Weg der friedlichen und kreativen Wut nehmen, sondern nach rechts, in die destruktive und gewaltbereite Ecke, abrutschen. Jeder Gewaltakt, ob von Flüchtlingen die Frauen begrabschen, oder von Deutschen, die Asylbewerberheime anzünden, oder von Terroristen und Amokläufern – JEDER Gewaltakt schwächt die Zivilgesellschaft und beschleunigt den Rechtsruck in der Bevölkerung. 

Man denke dabei nur an Israel/Palästina, das Land, welches die Entwicklung, die uns möglicherweise noch bevorsteht, schon in Zügen vorweggenommen hat! Eine riesige Friedensbewegung wollte einst die Aussöhnung mit den Palästinensern. Es hat nur ein paar verrückte, gewaltbereite, rechte und oder religiöse Extremisten auf beiden gebraucht, um mit dem schönen Traum von einer friedlicheren Zukunft aufzuräumen. Das war „ganz einfach“!

Nur ein Jahr nach der dramatischen Ermordung Itzhak Rabins auf einer Friedensdemonstration 1993, eröffnete der fanatische nationalreligiöse Siedler Baruch Goldstein in der Machpela Mosche von Hebron das Feuer auf betende Muslime. Ein Blutbad! Kurz darauf folgten zahlreiche Bombenanschläge in israelischen öffentlichen Bussen, welchen zahllose Zivilisten zum Opfer gefallen sind.  Seit dem bestätigen sich rechte, nationalistische und religiöse Fanatiker durch gegenseitige Gewaltakte in ihrem Hass auf die jeweils anderen. Und sie ziehen ehedem friedliche Menschen auf ihre Seite mit dem Argument: „Siehst Du, wir haben es doch schon immer gesagt, dass die anderen uns hassen und alle nur töten möchten!“ Perspektivlosigkeit, existentielle Nöte und regelmäßige Gewaltexzesse von beiden Seiten halten die Spirale am laufen. Und seit dem, das ist der folgenschwerste Verlust, seit dem gibt es keine vitale Friedensbewegung mehr! Keine Hoffnung!

Nachdrücklich muss hier eines hervorgehoben werden: Es war in Israel/Palästina eine kleine gewaltbereite Minderheit, die über ihre abscheulichen Gewaltakte Macht über das ganze Land gewonnen hat. Weniger als 5% der Bevölkerung ist es mit ein paar Anschlägen gelungen, die friedenswillige und aufgeschlossene Mehrheit in der Gesellschaft zum Schweigen zu bringen. Heute ist Israel ein einziger Hochsicherheitstrakt. Die Sicherheit konnte, von unberechenbaren Einzelattentaten abgesehen (z.B. Messerattacken), wieder einigermaßen hergestellt werden. Aber nur auf Kosten von Freiheit und unter ständiger Angst.

Im Gegensatz zu islamistischen Extremisten haben die Palästinenser einen handfesten Grund für ihren Kampf. Nicht so die Gewalttäter des IS. Auf was die Schläfer des IS hinauswollen, wird bislang nicht artikuliert. Das Fernziel des Islam, und dass darf nicht unterschlagen werden, ist jedoch eine Islamisierung der ganzen Welt. Wo nötig durch das Schwert – so steht es im Koran. Erst dann wird demnach Frieden einkehren. Das erinnert schon ein wenig an die unheilvollen Zeiten der weltweiten Missionierung durch die Kirche. 

Die Entwicklung der Destabilisierung und der Verlust an Werten und Freiheiten darf uns bitte hier in Europa nicht geschehen!!! Deshalb dürfen wir uns auch keine Angst machen lassen und müssen entschieden und mit aller Kraft und bitte auch laut jetzt für unsere Freiheit und gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft ankämpfen!!!

Denn spätestens bei der Betrachtung der unheilvollen Entwicklung im Nahen Osten wissen wir, was uns allen sonst blüht. Und gegen tägliche Messerattacken oder Amokläufe gibt es keine Sicherheit. Da kann der Staat noch so hochrüßten und Ausnahmezustände verhängen. Auch das zeigt das Beispiel Israel/Palästina, ein Land im Dauerausnahmezustand!

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